{"id":2309,"date":"2018-11-08T06:58:11","date_gmt":"2018-11-08T05:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.humaldo.tv\/?p=2309"},"modified":"2018-11-11T14:27:03","modified_gmt":"2018-11-11T13:27:03","slug":"rockblogpilot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/rockblogpilot\/","title":{"rendered":"Der RockBlog-Pilot! Das neue Audio-Only Videoformat auf humaldo rockt!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Servus, gr\u00fc\u00df euch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4sslichst willkommen zum ersten RockBlog<!--more-->, meinem neuen Format, das ich ich ab sofort hier auf meinem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/humaldo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTubeKanal<\/a> als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qnSd620CKvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video<\/a> und gleichzeitig auch auf meiner Website <a href=\"http:\/\/www.humaldo.tv\/\">www.humaldo.tv<\/a> als normalen <a href=\"http:\/\/www.humaldo.tv\/rockblogpilot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blogartikel in Textform<\/a> ver\u00f6ffentlichen werde! Wenn ihr euch diesen RockBlog gerade als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qnSd620CKvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video auf YouTube<\/a> anschaut, dann werdet ihr vielleicht ein wenig verwundert sein. Und alle, die diesen Artikel jetzt nur als Text auf <a href=\"http:\/\/www.humaldo.tv\/rockblogpilot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.humaldo.tv<\/a> lesen, k\u00f6nnen jetzt vielleicht auf <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qnSd620CKvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Link hier klicken<\/a> und kurz in das Video reinschauen, damit sie auch wissen, von was ich denn da eigentlich gerade rede. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qnSd620CKvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2315 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot.png\" alt=\"\" width=\"574\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot.png 1296w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-300x169.png 300w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-768x432.png 768w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-205x115.png 205w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-277x156.png 277w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-320x180.png 320w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-407x229.png 407w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-565x318.png 565w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-636x358.png 636w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-800x450.png 800w, https:\/\/www.chronerion.com\/humaldotv\/wp-content\/uploads\/2018-11-08_RockBlogPilot-1280x720.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr fragt euch vielleicht, was das ganze soll und was der Unterschied zu fr\u00fcheren Videos und Videoformaten ist. Warum h\u00f6rt ihr in dem Video nur meine Stimme, aber seht da rechts unten nur ein Standbild von mir, das sich alle heiligen Zeiten mal \u00e4ndert? Wenn ich schon ein Video auf YouTube hochlade, in dem ich etwas erz\u00e4hle, warum dann nur mit einer reinen Audiospur? Warum filme ich mich beim Reden nicht einfach selber, so wie bisher \u00fcblich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt einige Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses neue Format, die ich euch in diesem Video erl\u00e4utern will. Wenn ihr wollt, k\u00f6nnt ihr jetzt ruhig wieder zur Text-Version auf <a href=\"http:\/\/www.humaldo.tv\/rockblogpilot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.humaldo.tv<\/a> zur\u00fcck wechseln und den Artikel dort zu Ende lesen. Wenn Ihr wollt, k\u00f6nnt Ihr das Video aber auch einfach im Hintergrund laufen lassen und daneben irgendetwas anderes machen, w\u00e4hrend ihr mir dabei zuh\u00f6rt, was ich hier zu erz\u00e4hlen habe. Video und Text-Artikel sind inhaltsgleich, es ist also v\u00f6llig euch \u00fcberlassen welche Art des Konsums ihr vorzieht. Falls ihr Probleme habt, meinen Dialekt zu verstehen, dann schaut mal, ob ihr auf YouTube die Untertitel aktiviert habt. Alle meine RockBlog-Videos enthalten n\u00e4mlich Dialekt-freie Untertitel und somit sollten eventuelle Sprachbarrieren auch \u00fcberwunden sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber genug der Einleitung, kommen wir endlich zum eigentlichen Thema: Was hat es mit diesen \u201eRockBlogs\u201c auf sich, warum mache ich sie und wie unterscheiden sie sich von meinen herk\u00f6mmlichen Videos?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu ist es einmal wichtig zu verstehen, was eigentlich \u00fcberhaupt meine Motivation dahinter ist, Dinge, wie zum Beispiel Blogartikel und Videos im Internet zu ver\u00f6ffentlichen. Wer mich kennt, wird sicher festgestellt haben, dass ich einen ausgepr\u00e4gten Mitteilungsdrang habe. Wenn mich ein Thema besch\u00e4ftigt, dann kann ich das einfach nicht in mir drin behalten, es muss einfach raus. In welcher Form auch immer. Diesen Drang habe ich eigentlich schon immer gehabt, und ich glaube auch, dass er sowieso die Wurzel von meinem ganzen kreativen Schaffen ist. Schon als Kind habe ich es geliebt, mich kreativ zu besch\u00e4ftigen, ich habe zum Beispiel schon immer gern gezeichnet, eigene Comicserien erschaffen und Abenteuergeschichten geschrieben. Ich habe au\u00dferdem damals schon immer gern mit Audio und Video herumgespielt, die M\u00f6glichkeiten waren Anfang der 1990er Jahre aber noch ein bisschen beschr\u00e4nkt. Wie dann endlich das Internet Einzug in mein Leben gehalten hat, war es nat\u00fcrlich selbstverst\u00e4ndlich, dass ich sofort eine Website bzw. einen Blog gestartet habe, n\u00e4mlich die <a href=\"http:\/\/www.humepage.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HumePage<\/a>, die ich heute, fast 20 Jahre sp\u00e4ter, immer noch betreibe, und auf der man genau diesen Artikel da ebenfalls nachlesen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte an dieser Stelle gar nicht versuchen herauszufinden, warum ich diesen Mitteilungs- und Schaffensdrang habe und was die Gr\u00fcnde und Ursachen daf\u00fcr sein k\u00f6nnten, sondern ich akzeptiere ihn einfach mal als Tatsache. Er hat mich auf jeden Fall \u00fcber kurz oder lang zu YouTube gef\u00fchrt. Meinen Kanal habe ich schon ewig, seit 2007, aber erst 2016, also fast 10 Jahre sp\u00e4ter, habe ich angefangen, regelm\u00e4\u00dfig Videos daf\u00fcr zu produzieren. Die Umst\u00e4nde, wie und warum ich meine YouTuber \u201eKarriere\u201c gestartet habe, habe ich inzwischen in meinen Videos eh schon unz\u00e4hlige Male erl\u00e4utert, ich erspare mir das also an dieser Stelle. Es ist ja auch nicht so wichtig. Wichtig ist eher, was ich in den zwei Jahren des YouTubens gelernt habe, und warum mich das dazu gebracht hat, dieses neue RockBlog Format zu kreieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erste Lektion<\/strong>: Videos machen ist verdammt viel Arbeit. Zumindest wenn man einen gewissen Qualit\u00e4tsstandard beibehalten will. Das Einfachste und Schnellste w\u00e4re nat\u00fcrlich, einfach nur die Kamera einzuschalten, drauf loszuquatschen, das Videofile auf den Computer zu ziehen und auf YouTube hochzuladen. Damit w\u00e4re die ganze Sache wahrscheinlich innerhalb einer halben Stunde erledigt. Aber mein Anspruch ist ein bisschen h\u00f6her. Ich \u00fcberlege mir gern schon vorher vor dem eigentlichen Filmen, von was das Video eigentlich handeln soll. Im besten Fall schreibe ich mir ein Skript zusammen, dass ich dann halbwegs auswendig lerne. Wenn ich dann zum Filmen anfange, sind oft schon 1 bis 2 Stunden in die Vorbereitung geflossen. Der Dreh selber dauert dann auch meistens zwischen 30 Minuten und einer Stunde, das kommt dann auf meine Tagesverfassung an und wie gut der Text sitzt. Ich mache meine Videos immer am Abend und da bin ich meistens schon etwas m\u00fcde und unkonzentriert. Ist der Dreh dann abgeschlossen, dann beginnen die Schneidearbeiten, die meistens die doppelte L\u00e4nge vom gefilmten Rohmaterial ausmachen. Danach werden noch lustige Bilder und ab und zu Soundeffekte eingebaut und das ganze Video wird nochmal auf technische Fehler gepr\u00fcft. Wenn alles passt, dann wird es als Videofile exportiert, das dauert dann auch meistens ein bis zwei Stunden. In dieser Zeit l\u00e4uft mein Computer auf Hochtouren und ich kann daneben eigentlich nichts Produktives machen. Ist das Video fertig, wird es dann auf YouTube hochgeladen, das dauert bei meiner Internetleitung auch meistens eine Stunde. Diese Zeit brauche ich aber meistens eh, um ein passendes Thumbnail Bild zu basteln. Ist das Video dann endlich auf YouTube hochgeladen, transkribiere ich die ersten 30-45 Sekunden mit den YouTube-eigenen Untertitel Tools, damit ich f\u00fcr das kurze Facebook Vorschauvideo Untertitel anzeigen kann. Wenn ich mich dazu entscheide, Untertitel f\u00fcr das gesamte Video anzubieten, dann dauert das Transkribieren und Erstellen meistens so die 10-fache L\u00e4nge des fertigen Videos. An einem 10 Minuten Video sitze ich dann also nochmal fast zwei Stunden. \u00dcbersetze ich das ganze auch noch auf Englisch, dann kommt nochmal eine Stunde dazu. Ist das Video dann endlich ver\u00f6ffentlicht, dann muss ich es noch auf verschiedensten Social Media Kan\u00e4len bewerben, das nimmt zusammen gerechnet auch gleich mal eine halbe Stunde in Anspruch. Man kann also sagen, dass in ein durchschnittliches Video, das meine Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche halbwegs erf\u00fcllt, zwischen 6 und 12 Stunden Arbeit flie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bringt mich schon zur <strong>zweiten Lektion<\/strong>: Niemand interessieren meine Videos. Zumindest verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig zum Aufwand. Meine Videos sind extrem nischig. Ich bediene mit Rock &amp; Metal ein Nischenthema mit begrenzter Publikumsgr\u00f6\u00dfe. Mein Fokus auf die \u00f6sterreichische Szene schr\u00e4nkt meine Reichweite noch weiter ein. Au\u00dferdem bediene ich mit meiner Altersklasse von 30+ ein Publikum, das nicht unbedingt sehr YouTube-affin ist. Dazu kommt noch, dass meine Entscheidung, im Dialekt zu sprechen, meine potenzielle Reichweite noch weiter eingrenzt. Und letztendlich kommt noch dazu, dass ich absolut kein Schauspieler bin und meine Skills als Moderator und Sprecher eher beschr\u00e4nkt sind. Die Leute sind heutzutage auf YouTube einfach ein ganz anderes Niveau gew\u00f6hnt. Ich habe zwar eh einige Stammseher, denen ich auch unendlich dankbar f\u00fcr ihre Treue bin, aber insgesamt kann man sagen, dass meine Videos f\u00fcr die YouTube Allgemeinheit ziemlich uninteressant sind. Und diese Erkenntnis ist schon immer wieder aufs Neue ziemlich bitter, vor allem, nachdem man gerade zwei Abende seiner Freizeit in die Produktion von einem neuen Video gesteckt hat, das dann eh niemand anschauen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lektion Nummer drei<\/strong>: Es wird nie passieren, dass eines meiner Videos pl\u00f6tzlich \u201eviral\u201c geht und mir zum Durchbruch auf YouTube verhilft. Ein \u201eVirales Video\u201c ist bei den YouTubern ja der heilige Gral. Man hofft insgeheim bei jedem neuen Video, dass irgendein YouTube Algorithmus darauf anspricht und es aus irgendeinem Grund mit den Zuschauern resoniert, sich wie ein Lauffeuer ausbreitet und neue Abonnenten auf den Kanal sp\u00fclt. Das wird bei mir nie passieren. Wie ich mit Lektion zwei erfahren habe m\u00fcssen, sind meine Videos einfach zu nischig und zu speziell, um in irgendeiner Form viral zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein erfolgreichstes Video bisher ist mein Festival-Vlog von den Metaldays 2017 mit fast 5.000 Aufrufen und \u00fcber 80 Likes. Solche Videos gehen auf YouTube immer gut, weil die Leute es einfach lieben, Festivals in Videoform nochmal Revue passieren zu lassen. Aber sie tragen leider kaum zur Publikumsbindung bei. Die Leute schauen es sich an, haben Spa\u00df dabei, aber das hei\u00dft nicht, dass ich oder mein Kanal sie auch interessieren. Das Metaldays Video hat mir in eineinhalb Jahren \u00fcbrigens insgesamt 29 Abonnenten gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich es wirklich darauf anlegen wollte, mit meinen Videos viral zugehen, dann m\u00fcsste ich sie grundlegend \u00e4ndern und, wie ein gewisser deutscher Metal-YouTuber mit 150.000 Abonnenten, effekt-hascherische und trendige Themen behandeln und mit skrupellosen, aber wirksamen, Tricks zum Leute Anlocken arbeiten. Aber das will ich einfach nicht. Ich mache Videos zu Themen, die mich interessieren und begeistern und von denen ich \u00fcberzeugt bin. Ich habe keine Lust, mich selber zu verbiegen oder irgendwelchen Trends nachzulaufen und k\u00fcnstliche Videos zu fabrizieren, nur damit ich eventuell damit viral gehe und neue Abonnenten abstaube.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lektion Nummer vier<\/strong> ist die direkte Konsequenz davon: Ich werde mit meinem Stil niemals ein YouTuber mit nennenswerten Abonnentenzahlen und Reichweiten werden. Damit muss ich einfach leben. Es ist mir einfach bestimmt, nur langsam zu wachsen und nur durch Ausdauer und Best\u00e4ndigkeit neue Zuseher zu gewinnen und hoffentlich schlie\u00dflich als dauerhafte Abonnenten zu behalten. Ich muss einfach so weitermachen wie bisher, alle ein bis zwei Wochen ein neues Video rausbringen und froh dar\u00fcber sein, wenn ich darauf 5 Kommentare, 15 Likes und 150 Views bekomme. Es bringt nichts, neidisch auf andere YouTuber zu schauen, die oft mit weit weniger Aufwand und weniger technischer Qualit\u00e4t mehr Leute erreichen und begeistern als ich. Ich muss mich einfach mit meiner Realit\u00e4t abfinden und den bisschen Erfolg, den ich habe, zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mich zu <strong>Lektion f\u00fcnf<\/strong> bringt: Solange man kein Celebrity mit einem riesigen Publikum im R\u00fccken ist, muss man mit inhaltlicher Qualit\u00e4t punkten. Diese Lektion ist nicht nur auf YouTube beschr\u00e4nkt sondern gilt generell. Es hei\u00dft ja, dass man von den Besten und Erfolgreichen lernen soll. Leider gibt es hier einen Haken: F\u00fcr Ber\u00fchmtheiten gelten v\u00f6llig andere Gesetze als f\u00fcr \u201eunsereins\u201c. Ist man erst ber\u00fchmt, dann ist man f\u00fcr das Publikum zu einen sehr gro\u00dfen Teil der Ber\u00fchmtheit wegen interessant und es wird oft schon nebens\u00e4chlich, welchen Content man denn eigentlich produziert. Es liegt anscheinend in der menschlichen Natur, dass man ber\u00fchmte Leute automatisch auf irgendeine Art interessant findet, egal, ob jetzt auf eine positive oder negative Weise. Wenn man sich jetzt aber als Nicht-Ber\u00fchmtheit an dem Content von Ber\u00fchmtheiten orientiert, dann wird man damit zwangsl\u00e4ufig scheitern. Das sind einfach zwei v\u00f6llig verschiedene Welten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gleiche gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr Bands: Wenn meine Band exakt so klingt wie Metallica, oder vielleicht sogar besser, dann wird das trotzdem einfach niemanden interessieren. Metallica sind Celebrities und die Leute lieben sie in erster Linie, weil sie eben \u201eDie ber\u00fchmten Metallica\u201c sind, und nicht, weil sie die besten Metallica-Songs der Welt spielen. W\u00fcrde es danach gehen, m\u00fcsste jede Metallica-Coverband mindestens genauso ber\u00fchmt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe durch diese Lektion gelernt, dass ich all die Jahre die falsche Promo-Strategie gefahren bin. Ich wollte immer meine \u201ehumaldo\u201c Personenmarke und den \u201ehumaldo\u201c Brand aufbauen. Ich habe mir gedacht, wenn ich das lang genug mache, dann werden nach und nach immer mehr Leute auf mich und meinen Brand aufmerksam und irgendwann bin ich dann auch ein bisschen ber\u00fchmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe meinen Fokus deswegen zu lange auf Aktivit\u00e4t und nicht auf Inhalt gelegt. Ich habe mir gedacht, wenn ich in Social Medien und im Internet aktiv genug bin, dann werde ich den Leuten auch irgendwann im Ged\u00e4chtnis bleiben. Aber als absolute Nicht-Ber\u00fchmtheit bin ich den Leuten erstmal ziemlich egal, solange ich ihnen nicht auch inhaltlich und qualitativ einen Mehrwert bieten kann. Ich habe diesen Mehrwert aber bisher einfach nicht geboten, weil ich auf dem Aufbau einer \u201ePersonenmarke\u201c fokussiert war und mich dabei zu stark an bereits ber\u00fchmte Internetpers\u00f6nlichkeiten orientiert habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist sowieso die gro\u00dfe Krux an der Ber\u00fchmtheit allgemein: Wie schafft man es, vom Status des \u201eNicht-Ber\u00fchmtseins\u201c, wo man ausschlie\u00dflich an seiner N\u00fctzlichkeit und seiner Qualit\u00e4t gemessen wird, in den Status der Ber\u00fchmtheit \u00fcberzutreten, wo man der Ber\u00fchmtheit wegen ber\u00fchmt ist? Ich habe keine Ahnung und wahrscheinlich gibt es auch keine Zauberformel daf\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber kommen wir endlich zur <strong>sechsten und letzten Lektion<\/strong>: Ich bin einfach nicht talentiert genug darin, frei, spontan und nat\u00fcrlich zu reden. Vergleicht man meine aktuellen Videos mit den Videos von vor zwei Jahren l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich schon eine gewisse Steigerung feststellen, aber ich werde vor laufender Kamera niemals so eloquent und gleichzeitig nat\u00fcrlich r\u00fcberkommen, wie andere YouTuber. Mir macht es Spa\u00df, wenn ich in meinen Videos irgendeinen spontanen Bl\u00f6dsinn mache, wie eben auf Festivals und Konzerten. Aber es liegt mir \u00fcberhaupt nicht, vor der Kamera frei \u00fcber inhaltlich interessante, fundierte und ernstere Themen zu reden. Meine Gedankeng\u00e4nge sind daf\u00fcr viel zu verworren, ich komme vom Hundertsten ins Tausendste, verliere alle roten F\u00e4den die es nur gibt und wenn ich dann fertig bin, wei\u00df ich selber nicht mehr, was ich eigentlich sagen und ausdr\u00fccken wollte. Im Real Life bei Diskussionen mit realen Menschen ist das ja noch in Ordnung, aber wenn ich \u00fcber ein YouTube Video zu fremden Menschen sprechen will, dann nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt sind wir endlich beim Kernpunkt von diesem Video angelangt: Ich habe zwar immer schon viel und gern geredet, war aber nie sonderlich gut dabei. Das Schreiben war mir eigentlich schon immer viel lieber. Beim Schreiben kann ich mir f\u00fcr jedes einzelne Wort so viel Zeit nehmen wie ich will, da gibt es kein Herumstottern um das richtige Wort. Und wenn ich mit einem Text fertig bin, kann ich ihn in Ruhe und im Gesamtkontext betrachten, optimieren und mich gewissenhaft und den Roten Faden k\u00fcmmern. Kurz gesagt: Ich f\u00fchle mich beim geschriebenen Wort richtig wohl und in Sicherheit, wohingegen ich das freie Sprechen als unangenehm und be\u00e4ngstigend empfinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie mir das ganze neulich erst so richtig bewusst geworden ist, habe ich also beschlossen, in Zukunft wieder mehr auf geschriebene Blogartikel in Textform zu setzen. Mir macht das Basteln von Videos aber trotzdem extrem viel Spa\u00df und dann habe ich mir gedacht, ich k\u00f6nnte es ja irgendwie probieren, Blogartikel und Videos irgendwie zu verbinden. Und nach ein paar Tagen des Herumbastelns ist dann schlie\u00dflich das RockBlog Format entstanden, von dem ihr die erste Ausgabe hiermit schon fast hinter euch habt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe keine Ahnung, wie das Format bei euch ankommt, aber ich bin insgesamt vorsichtig pessimistisch. Reine Audioformate sind im Rock &amp; Metal Bereich ja ziemlich un\u00fcblich, ich kenne eigentlich keinen einzigen deutschsprachigen Rock Podcast. Ehrlich gesagt, ich habe auch noch nie nach einem gesucht. Aber meine RockBlogs sind ja auch keine richtige Podcasts, sondern halt lediglich vorgefertigte, \u201egescriptete\u201c Textartikel, die ich auf YouTube vorlese. Oder die man halt einfach auf meiner Website selber liest, wenn einem das besser gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erwarte mir nicht viel von diesen RockBlogs, wenn ich pro Folge 50 bis 70 Views auf YouTube bekomme, bin ich schon mehr als zufrieden. Es geht mir dabei haupts\u00e4chlich darum, dass ich endlich meine eigenen inhaltlichen Anspr\u00fcche erf\u00fcllen kann, weil ich mit meinen bisherigen Videos diesbez\u00fcglich nie wirklich zufrieden war. Und das hat mich extrem genervt, vor allem, wenn man 10 Stunden in so ein Video gesteckt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ich diese RockBlogs konzipiert habe, war mein Fokus darauf gerichtet, dass sie mit so wenig technischem Aufwand wie m\u00f6glich zu produzieren sind. Der Gro\u00dfteil der Zeit soll in das Schreiben vom Text flie\u00dfen, und nicht in das Produzieren vom Video. Und ich glaube, das ist mir mit diesem Format gelungen. Nachdem der Text fertig geschrieben ist, muss ich ihn nur einsprechen, ins vorgefertigte Video-Template ziehen, ein wenig die Pausen trimmen und vielleicht ab und zu mal ein Bild einf\u00fcgen. Und weil der Text sowieso schon existiert, brauche ich auch nichts mehr transkribieren und die YouTube Tools k\u00fcmmern sich dann automatisch um die Untertitel. Anstatt 10 Stunden Aufwand f\u00fcr ein kurzes Video, mit dessen Inhalt ich nicht zufrieden bin, und das sich sowieso niemand anschaut, brauche ich jetzt zus\u00e4tzlich zum Schreiben vom Text nur noch 1-2 Stunden f\u00fcr ein viel l\u00e4ngeres Video, das ungleich mehr inhaltliche Qualit\u00e4t bildet. Daf\u00fcr nehme ich gern in Kauf, dass es eventuell weniger Leute anklicken, und freue mich \u00fcber die paar Enthusiasten, die meine geistigen Erg\u00fcsse gerne ertragen und zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und somit w\u00e4re ich am Ende von meiner RockBlog Pilot-Episode angelangt. Und weil es ja letztendlich doch ein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qnSd620CKvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube Video<\/a> ist, w\u00fcrde ich mich sehr dar\u00fcber freuen, wenn ihr mir euer Feedback unten im Kommentarbereich mitteilt. Wie hat es euch insgesamt gefallen? Findet ihr so ein Podcast-\u00e4hnliches Audio-Only Format interessant? Oder w\u00fcrdet ihr mich trotzdem viel lieber vor laufender Kamera in Action sehen, wenn ich \u00fcber ein Thema quatsche? Falls ihr mit dem ganzen aber \u00fcberhaupt nichts anfangen k\u00f6nnt, dann w\u00e4re ich sehr froh dar\u00fcber, wenn ihr trotzdem auch in Zukunft bei meinen ganzen anderen Videos vorbeischaut, weil es wird ja nat\u00fcrlich auch weiterhin ganz \u201enormale\u201c Videos von mir geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danke f\u00fcr eure Aufmerksamkeit und hoffentlich bis zum n\u00e4chsten Mal!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Metal, OIDA!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Servus, gr\u00fc\u00df euch! 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